Remise Wien – das Verkehrsmuseum der Wiener Linien

Hallo liebe Leserinnen und Leser,

ein weiterer Beitrag zum Kurzurlaub in Wien von uns. Ein Besuch musste sein und ist auch durchaus empfehlenswert. Alle Infos zu diesem Verkehrsmuseum der Wiener Linien gibt es unter Remise Wien. Die Anreise erfolgte mit der Bim und dann etwas Fußweg. Das Museum hat immer Mittwoch und an Samstag und Sonntag auf.

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Remise ist ein Gebäude für Wartungsarbeiten und für Reparaturen an Fahrzeugen. Daher haben die Wiener Linien ihr Verkehrsmuseum in Remise umbenannt, da an dieser Stelle früher eine Remise eingerichtet war.

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Die Zufahrt für die Bim, zumindest damals.

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Einfahrten in die früheren Arbeitsgleise.

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Zwei schöne Bim dürfen draußen stehen an einer früheren original nachgebildeten Haltestelle. Der Wagen 4137 ist vom Typ M und war vom 1927 bis 1979 im Planeinsatz. Fahrzeug 6503 ist ein Hilfstriebwagen.

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Ebenfalls in das Museum schaffte es ein Wagen der U-Bahn. Dieser Wagen wurde so hergerichtet, dass man auch mal hinter Verkleidungen gucken kann. Das heißt: anstelle von den original Abdeckungen oder ähnlichem wurden Plexiglasscheiben installiert, die einen Einblicke in die Technik geben können. Es handelt sich um den Wagen 2022 aus dem Jahr 1976 und ist seit 2014 im Museumsbestand.

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Auf der Kupplung ist ein Aufkleber neben der aufgeschnittenen Kupplung für die Elektronische Verbindung.

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Zugänglich ist auch der Fahrerstand mit einer Erklärung über diesen. Während man sich in diesem U-Bahnfahrzeug aufhält, kann man den alten typischen Wiener Linien Ansagen lauschen, die der nette Herr Franz Kaida aufnahm.

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Wie auch das MVG-Museum in München hat dieses Museum einen Fahrsimulator. Vor Beginn der Fahrt muss an einem Tauchdisplay die Linie ausgewählt werden, dann bleiben etwa 30 Sekunden Zeit sich auf den Stuhl zu begeben, um dann die U-Bahn zu steuern.

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Diverse Leuchtmelder zeigen dem Fahrer an, ob er zu schnell, zu langsam oder genau richtig fährt. Am Ende der Fahrt wird dann ausgewertet zu wie viel Prozent die Geschwindigkeiten eingehalten wurden.

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Drei Beamer unter der Decke ermöglichen die Sicht nach vorne und zu den Seiten. An sich eine echt coole Idee.

Nun kommen wir zu den Straßenbahnfahrzeugen. Wir haben aber nur einen Bruchteil fotografiert und wollen euch zu einem Besuch in diesem Museum animieren, allerdings ohne uns 😉

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Der Wagen 2051 gehört zum Typ G2 und war von 1907 bis 1967 im Einsatz

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Der Wagen 2260 ist vom Typ H1 und drehte seine Runden von 1910 – 1962

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Der Typ L4 mit der Wagennummer 576 ist aus dem Jahr 1961 und ist auf dem Stand von 1980. Man ist aber bestrebt den Zustand aus 1965 herzustellen.

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Dieser Wagen 746 ist vom Typ F und aus dem Jahr 1963. Sein Zustand stellt den von 1975 dar.

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Fahrzeug 2606 ist vom Typ L1 aus dem Jahr 1920 und erhielt 1929 einen kompletten Umbau. Dieser Zustand soll hergestellt werden, derzeit ist er aus dem Jahr 1965.

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Auch der eine oder andere Bus hat es in die Ausstellung geschafft.

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Der hier gezeigte Bus hat eine dramatische Rettungsaktion aus der Donau hinter sich. Was war passiert? Am 1.8.1976 stürzte die Reichsbrücke auf gesamter Länge in die Donau. Ein Glück das dieses um kurz vor 5 Uhr am Morgen passierte und es ein Sonntag war. Somit befand sich nur der Fahrer in dem Bus. Insgesamt waren vier Fahrzeuge und fünf Personen auf der Brücke. Ein Mensch kam dabei ums Leben.

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Und das ist der perfekte Minion-Bus. Klein und wendig. Ein Citybus, der unteranderem auf der Linie 2A durch die Wiener City kurvte und auch schmale Straßen nutzen konnte.

Soweit zu unseren Eindrücken aus der Remise.
Mit den besten Grüßen,
eure Kleinen

Ein weiterer Artikel, der zu unserem Urlaub gehörte: Nächster Halt / Next Stop: Wien